Customer Data Platform in Unternehmen – Interview mit Herr Peter Hartmann

Customer Data Platform – Mit Personalisierung die Loyalität und Kundenzufriedenheit steigern

Das kundenzentrierte und automatisierte Marketing der heutigen Zeit beruht auf Daten und Fakten. Deshalb ich es nicht erstaunlich, dass sich Customer Data Platformen immer mehr durchsetzen. Unsere Agentur ist seit mehr als 15 Jahren im Bereich Data & Analytics im Marketing tätig und hat sich früh mit dem Thema CDP auseinandergesetzt.

Herr Peter Hartmann, Gründer der afo solutions ag, war im Gespräch mit dem cmm360 Magazin und geht dort auf alles Wissenswerte rund um den Einsatz einer CDP in Unternehmen ein. Lesen Sie hier das komplette Interview:

Herr Hartmann, könnten Sie kurz den Begriff CDP erläutern?

CDP steht für Customer Data Platform, der Begriff wird sehr unterschiedlich verwendet. Wir verstehen darunter eine 360-Grad-Usersicht, die ein Interagieren mit dem User/Kunden in Realtime auf Basis der Event Streams erlaubt und einen Datenaustausch mit Marketing Automation oder CRM Lösungen ermöglicht.

Worin besteht für Sie der grösste Unterschied zwischen einer CDP und einem CRM oder Marketing Automation Tool?

In Abgrenzung zu einem CRM-System arbeitet eine CDP auch mit anonymen Usern, wobei der Event Stream von Besuchern in Realtime zur dynamischen Segmentierung und zum Interagieren mit den Usern genutzt wird. Dazu werden typischerweise auch weitere Daten zu Usern/Kunden benötigt, es besteht also auch eine Nähe zum Data Warehouse. Was oft missverstanden wird: Eine CDP ist keine Marketing Automation Lösung, sie versendet z.B. keine Emails, sondern beliefert das Email-Tool mit (Realtime) Informationen.

Ist eine CDP-Lösung sinnvoll für jedes Unternehmen?

Eine CDP macht nur Sinn ab einem gewissen Traffic auf E-Shops oder Webplattformen, die Besucher mittels Login identifizieren können….

Worin sehen Sie die Vorteile der Einbindung einer CDP?

Eine CDP ermöglicht das personalisierte Interagieren mit Usern in Realtime sowie das Orchestrieren unterschiedlicher Marketingkanäle durch Verknüpfung mehrerer Tools. Neue Kanäle/Tools lassen sich schnell anbinden, es ist also eine hohe Flexibilität gewährleistet. Genau das, was sich Marketingmanager heute wünschen…

Lassen sich diese CDPs problemlos in die bestehende Infrastruktur eines Unternehmens einbauen?

Ja, das ist eine der grossen Stärken einer CDP: Bestehende Lösung im Data Management, CRM und in der Automation können typischerweise beibehalten werden. Oft gibt es trotzdem Anpassungsbedarf an der Architektur, das steht aber meist im Kontext von On-Premise versus Cloud Lösungen.

Stichwort Cloud: angenommen ein Unternehmen hat sein Data Warehouse noch On-Premise. Wie “einfach” ist hier die Umlagerung auf eine Cloud mit anschliessender Integrierung einer CDP?

Eine CDP wird typischerweise auf der Cloud betrieben, auch Marketing Automation Tools sind heute meist Cloud-Lösungen. Deswegen empfehlen wir auch die Data & Analytics Umgebung auf die Cloud zu migrieren. Gerade bei Data Plattformen wurden in den letzten Jahren unglaubliche Fortschritte erzielt, On-Premise hat man keine Chance mehr hier mitzuhalten. Aber das ist keine Voraussetzung zum Aufbau einer CDP in der Cloud: Die Datenumgebung kann auch nachgelagert auf der Cloud entwickelt oder an die On-Premise Lösung angebunden werden.

Welche CDP-Lösungen gibt es?

Wir differenzieren verschiedene CDP Typen mit Data, Analytics oder Campaign/Automation Fokus. Der Fokus ist meist getrieben von den Anforderungen und der Systemarchitektur. Zudem gibt es unabhängige CDP’s und solche, die in Marketing Automation Lösungen integriert sind. Das ist eine strategische Entscheidung, für die man sich genügend Zeit nehmen sollte.

Können Sie uns erklären, mit welchen Schritten Sie ein typisches CDP Kundenprojekt umsetzen würden?

Wir starten typischerweise mit einer Analyse-Phase, in welcher Strategie, Anforderungen und die bestehende Architektur im Marketingumfeld angeschaut wird. Für die Tool-Auswahl überlegen wir uns, was eine CDP leisten muss und wie sie in die bestehende Systemlandschaft eingebettet werden kann. Vor der Umsetzung erfolgt die Evaluation idealerweise verbunden mit einem PoC.

Zu guter Letzt: In welchem Kostenrahmen bewegt man sich, wenn ein Unternehmen sich für ein CDP entscheidet?

Die Kosten sind getrieben vom generierten Event Data Volumen, also vom Traffic auf den digitalen Kanälen. Und es hängt auch stark von der Funktionalität und dem Fokus ab. Standardlösungen gibt es ab ca. CHF 2’000.- pro Monat, es gibt aber auch kostengünstigere Einstiegsmöglichkeiten. Die Setupkosten hängen vom Systemumfeld und der Datenlage ab.

Foto_Peter_Hartmann

Peter Hartmann und sein Team haben über 15 Jahre Erfahrung im Bereich Data & Analytics. Innerhalb verschiedenster Branchen haben Sie CDP-Projekte erfolgreich umsetzen können, was Sie zu absoluten Experten auf diesem Gebiet macht.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Customer Data Platform oder ziehen in Erwägung diese Lösung in Ihrem Unternehmen einzusetzen. Dann zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, um gemeinsam über Ihre kommenden Projekte zu sprechen.

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